16. April 2012

Devisen: Euro sinkt zeitweise unter 1,30 Dollar - Spanien belastet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Montag weiter unter Druck gestanden. Im Vormittagshandel sank die Gemeinschaftswährung erstmals seit Mitte Februar unter die Marke von 1,30 US-Dollar. Im Tief kostete ein Euro 1,2993 Dollar, bevor er sich auf zuletzt 1,3030 Dollar erholte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3148 (Donnerstag: 1,3153) Dollar festgesetzt. Das britische Pfund stieg zum Euro unterdessen auf den höchsten Stand seit September 2010.

Belastend wirkte zu Wochenbeginn abermals die Lage am Anleihemarkt Spaniens. Dort gerieten die Staatstitel insbesondere in den kurzen Laufzeiten weiter unter Druck. Entsprechend legten die Renditen als Maßstab für das Misstrauen der Investoren zu. Auch im Nachbarland Italien trübte sich die Situation am Rentenmarkt ein, allerdings nicht ganz so stark wie in Spanien. Ausschlaggebend für die jüngste Eintrübung ist die angespannte Haushaltslage in Spanien. Zudem sorgt die verwässerte Arbeitsmarktreform in Italien für Unmut unter Investoren.

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