12. April 2012

Devisen: Euro steigt dank Entspannung in Schuldenkrise

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EURUS.FX1> ist am Donnerstag dank einer gewissen Entspannung in der Schuldenkrise gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,3192 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3153 (Mittwoch: 1,3131) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7603 (0,7616) Euro.

"Die Entspannung an den Anleihemärkten von Italien und Spanien war der Hauptgrund für den Anstieg des Eurokurses", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Die Risikoaufschläge für die Staatsanleihen beider Länder sind am Donnerstag den zweiten Tag in Folge merklich gesunken. Zudem gelang es Italien mit mehreren Anleiheauktion, fast die maximal angestrebte Summe einzunehmen. "Die seit Ende März wieder aufgekommene Unsicherheit wegen der Schuldenkrise scheint ihren Boden gefunden zu haben", sagte Rieke.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten haben dem Devisenmarkt keine nachhaltig neue Richtung gegeben. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung waren überraschend gestiegen und hätten kurzzeitig für Verunsicherung gesorgt. Gleichzeitig war jedoch das US-Handelsbilanzdefizit im Februar deutlich gesunken. Dies dürfte laut Rieke zu einem höheren Wirtschaftswachstum in den USA im ersten Quartal führen.

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