17. April 2012

Devisen: Euro steigt deutlich über 1,31 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positiv aufgenommene Konjunkturdaten und eine erfolgreiche Geldmarktauktion Spaniens haben dem Euro <EURUS.FX1> am Dienstag Auftrieb verliehen. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3140 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Bereits am späten Vorabend hatte der Euro nach einer überwiegend schwachen Tendenz spürbar zulegen können. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag noch auf 1,3024 (Freitag: 1,3148) Dollar festgesetzt.

Für Erleichterung sorgte am Dienstag eine Auktion spanischer Geldmarktpapiere. Zwar musste das angeschlagene Euro-Land deutlich höhere Zinsen für frisches Geld bezahlen. Die Nachfrage nach den Titeln mit 12- und 18-monatiger Laufzeit legte aber zu. Zudem konnte Spanien mehr Geld aufnehmen als geplant. Nach den Turbulenzen am spanischen Anleihemarkt zu Wochenbeginn sorgte das Auktionsergebnis für Entspannung. Am spanischen Sekundärmarkt, wo bestehende Titel gehandelt werden, standen die Staatspapiere nicht mehr ganz so stark unter Druck.

Darüber hinaus sorgten Konjunkturdaten für Unterstützung beim Euro. Im April hellten sich die stark beachteten ZEW-Konjunkturerwartungen sowohl für Deutschland als auch für den Euroraum den fünften Monat in Folge auf. Experten werteten die Ergebnisse als Bestätigung des konjunkturellen Aufwärtstrends in Deutschland. Dass sich die Stimmung auch im gesamten Währungsraum verbesserte, überraschte die meisten Bankvolkswirte. Sie hatten angesichts des trüben Lage in Spanien mit einer Verschlechterung gerechnet.

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