03. Oktober 2012

Devisen: Euro steigt deutlich über Marke von 1,29 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat Verluste aus dem frühen Handel am Mittwoch rasch wieder aufgeholt und ist deutlich über die Marke von 1,29 US-Dollar geklettert. Zwar hätten die Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum Licht und Schatten gezeigt, insgesamt seien die Zahlen jedoch positiv aufgenommen worden, hieß es von Händlern. Am Vormittag stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2937 Dollar. Am Morgen hatte sie nach schwachen Konjunkturdaten aus China noch ein Tief bei 1,2878 Dollar markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2930 (Montag: 1,2877) Dollar festgesetzt.

Die Endergebnisse der Einkaufsmanagerindizes gaben ein gemischtes Bild ab. Das Barometer fiel zwar von 46,3 Punkten im Vormonat auf 46,1 Zähler. Dennoch wurden die Markterwartungen leicht übertroffen, sodass die Reaktionen an den Märkten in Summe positiv ausfielen.

Besonders im Fokus standen die großen Krisenländer Spanien und Italien, in denen keine Erstschätzung durchgeführt wird. Im Dienstleistungsbereich drifteten die Entwicklungen auseinander. Während der Index in Spanien unter den Erwartungen blieb und weiter zurückfiel, lieferten die Daten aus Italien eine positive Überraschung.

Sorgen um eine harte Landung in China hatten den Euro im frühen Handel noch belastet. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ging der Einkaufsmanagerindex für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe im September deutlich zurück und signalisiert das schwächste Wachstum des Sektors seit März 2011.

Am Nachmittag wird mit dem ADP Beschäftigungsreport ein wichtiger Wegweiser für den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht am Freitag veröffentlicht.

Darüber hinaus dürfte das Thema Spanien weiter die Märkte dominieren. Nachdem die Regierung in Madrid einen raschen Hilfsantrag ausgeschlossen hat, war die Risikofreude der Investoren zuletzt wieder etwas gesunken.

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