10. April 2012

Devisen: Euro steigt kurz über 1,31 Dollar - US-Arbeitsmarktbericht enttäuscht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Freitag getrieben von einem enttäuschend ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht kurzzeitig über 1,31 Dollar gesprungen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung noch 1,3082 US-Dollar. Die Umsätze waren allerdings wegen des Feiertages in Europa und den USA niedriger als gewöhnlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,3068 (Mittwoch: 1,3142) Dollar festgesetzt.

In den USA hatte sich der Arbeitsmarktbericht im März deutlich schwächer als erwartet entwickelt. Statt der von Experten erwarteten Schaffung von 205.00 Stellen außerhalb der Landwirtschaft waren nur 120.000 neue Arbeitsplätze verzeichnet worden. Im Februar waren allerdings mit 240.000 Stellen 13.000 mehr geschaffen worden als zunächst berechnet.

Experten zeigten sich enttäuscht: Der Rückgang der Arbeitslosenquote ist der japanischen Bank Nomura zufolge mehr der Resignation von Arbeitslosen als der Schaffung von Jobs geschuldet. Durch die Daten könnte die Debatte um ein drittes Anleihenkaufprogramm (QE 3) wieder angeheizt werden, meinten die Experten von Jefferies./

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