14. Juni 2012

Devisen: Euro trotz Spanien-Herabstufung durch Moody's leicht im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat sich am Donnerstag trotz neuer Hiobsbotschaften in der Schuldenkrise leicht im Plus gehalten. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,2570 US-Dollar und damit geringfügig mehr als am Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,2534 (Dienstag: 1,2492) Dollar festgesetzt.

Nachdem die Ratingagentur Moody's Spaniens Bonität am späten Vorabend gleich um drei Noten herabgestuft hat, spitzt sich die Lage in Europa vor den brisanten Neuwahlen in Griechenland jedoch weiter zu. Händler machten vor allem die Spekulationen um neue geldpolitische Lockerungen in den USA als Unterstützung für den Euro aus. Sollte die US-Notenbank Fed versuchen, die Wirtschaft mit einem erneuten Anleihekaufprogramm anzukurbeln, dürfte das den Dollar tendenziell belasten.

Nach Einschätzung von Lutz Karpowitz, Devisenexperte der Commerzbank, deuten die jüngsten leichten Gewinne beim Euro darauf hin, dass der Markt zunehmend einen Sieg von Nea Dimokratia und Pasok am Wochenende in Griechenland einpreist. Das als linksradikal geltende Bündnis Syriza würde also nicht an die Regierung kommen. Ein solches Szenario wird vom Finanzmarkt klar präferiert.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige