06. November 2012

Devisen: Euro vor US-Wahlen leicht im Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat seine frühen Gewinne am Dienstag vor den US-Wahlen behauptet. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2808 US-Dollar und damit geringfügig mehr als am Vortag. Zu Wochenbeginn war der Euro bereits auf den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,2777 (Freitag: 1,2850) Dollar festgesetzt.

Am Devisenmarkt sind alle Augen auf die Präsidentschaftswahlen in den USA gerichtet. Die ersten Ergebnisse deuten auf ein enges Rennen zwischen Amtsinhaber Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney hin. Im Kongress gilt es als am wahrscheinlichsten, dass die Demokraten unter Obama ihre Mehrheit im Senat knapp behaupten können, während die Republikaner größte Kraft im Repräsentantenhaus bleiben dürften. Sollte es so kommen, müsste der künftige Präsident - wie auch jetzt Obama - mit unterschiedlichen Mehrheiten im Kongress regieren.

Vor dem Top-Event am Abend sorgten überraschend schwache Konjunkturdaten aus Deutschland für Ernüchterung. In der größten Euro-Volkswirtschaft gingen die Auftragseingänge der Industrie im September unerwartet deutlich zurück. Befürchtungen, die schwache Nachfrage aus dem krisengeplagten Währungsraum könnten zu tieferen wirtschaftlichen Bremsspuren führen, scheinen sich zu bestätigen. Auch die angespannte Lage in Griechenland dämpft weiter die Stimmung der Investoren. Am Mittwoch muss die Regierungskoalition in Athen einem neuen Sparpaket zustimmen, um sich für weitere Hilfen zu qualifizieren.

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