30. April 2012

Devisen: Euro weiter über 1,32 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat zu Wochenbeginn trotz leichter Verluste über der Marke von 1,32 US-Dollar notiert. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3220 Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Ein Dollar war zuletzt 0,7564 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3229 (Donnerstag: 1,3215) Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einem vergleichsweise ruhigen Handel ohne besonders starke Impulse. Für leichten Abwärtsdruck sorgten Konjunkturdaten aus Spanien. So ist die dortige Wirtschaft im ersten Quartal 2012 um 0,3 Prozent geschrumpft und damit wieder in die Rezession abgeglitten. Experten zeigten sich von den Daten der spanischen Statistikbehörde aber wenig überrascht, nachdem die heimische Notenbank bereits vor einer Woche ähnliches berichtet hatte.

Auch neue Zahlen der EZB zur Kredit- und Geldmenge lasteten auf dem Euro. So ist das Kreditvolumen im März den zweiten Monat in Folge rückläufig gewesen. Experten erklärten die Entwicklung mit einer konjunkturell bedingt sehr schwachen Nachfrage nach Bankkrediten, aber auch mit einem nach wie vor verhaltenen Angebot der Geldhäuser. Die Daten zeigen zudem, dass die riesigen Geldspritzen der Notenbank von insgesamt einer Billion Euro größtenteils noch nicht in der Realwirtschaft angekommen sind.

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