04. Mai 2012

Devisen: Eurokurs legt nach US-Arbeitsmarktbericht zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EURUS.FX1> ist am Freitag nach der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,3147 US-Dollar gehandelt. Zeitweise war der Euro auf ein Tageshoch von 1,3179 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3132 (Donnerstag: 1,3123) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7615 (0,7620) Euro.

In den USA waren im April überraschend wenig Arbeitsplätze geschaffen worden. "Dies hat offenbar am Markt die Erwartung verstärkt, dass die US-Notenbank die Konjunktur nochmals durch Anleihenkäufe stützen könnte", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. Eine erneute Geldflut in den USA würde den Dollar belasten. Eine nachhaltige Wirkung auf den Devisenmarkt durch den Arbeitsmarktbericht erwartet Rieke aber nicht. Schließlich seien die Daten zwar enttäuschend, aber insgesamt nicht schlecht ausgefallen. So waren im März und Februar mehr Arbeitsplätze geschaffen worden als zunächst ermittelt.

Die Unsicherheit an den Märkten bleibt hoch. Hier dürften laut Rieke zunächst die am Sonntag anstehenden Wahlen in Griechenland und Frankreich entscheidend sein. Ein Wahlsieg des Sozialisten Francois Hollande werde an den Märkten bereits erwartet, die Marktreaktionen seien aber trotzdem kaum schätzbar. "Schwieriger ist die Situation in Griechenland, da unklar ist, ob eine handlungsfähige Regierung gebildet werden kann", sagte Experte Rieke.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81195 (0,81125) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 105,41 (105,49) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2014 (1,2014) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> festgesetzt. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1643.75 (1,637,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostet 39.210,00 (39.540,00) Euro.

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