22. Mai 2012

Devisen: Eurokurs leicht unter Druck - Warten auf EU-Sondergipfel

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Dienstag angesichts der anhaltenden Verunsicherung vor dem EU-Sondergipfel etwas gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am frühen Nachmittag mit 1,2775 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel war der Euro noch zeitweise über die Marke von 1,28 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2768 (Montag: 1,2750) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7832 (0,7843) Euro.

"Der Devisenmarkt hat vor dem Euro-Sondergipfel an Mittwoch wieder eine sehr vorsichtige Haltung eingenommen", sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin von der Commerzbank. Der Euro habe es daher nicht geschafft, über der Marke von 1,28 Dollar zu bleiben. Von den wenigen Konjunkturdaten seien kaum Impulse ausgegangen. Die Schuldenkrise in der Eurozone dominiere weiter die Märkte, sagte Praefcke. Dies dürfte auch bis zu den Wahlen am 17. Juni in Griechenland so bleiben.

Verstärkt wurde die Verunsicherung noch durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Japan durch die Ratingagentur Fitch. Diese hatte das hochverschuldete Land um eine Note herabgestuft. Die Bewertung wurde von bisher "AA-" auf "A+" reduziert. Durch diese Entscheidung sei die schon zuvor bestehende Aufwärtstendenz von Dollar und Euro zum japanischen Yen verstärkt worden, sagte Praefcke.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80870 (0,80750) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 101,99 (101,06) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2011 (1,2011) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.582,50 (Vortag: 1.592,50) gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 39.000,00 (39.330,00) Euro.

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