10. April 2012

Devisen: Eurokurs nach fortgesetzter Talfahrt im US-Handel kaum noch bewegt

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat sich am Donnerstag im US-Handel kaum noch bewegt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,3060 US-Dollar. Zuvor war der Eurokurs bis auf 1,3033 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte März abgerutscht. Die jüngste Absage der US-Notenbank an weitere Konjunkturhilfen in den USA und eine Zuspitzung der Lage am europäischen Anleihemarkt hätten die europäische Gemeinschaftswährung zuvor weiter unter Verkaufsdruck gesetzt, hieß es von Händlern. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3068 (Mittwoch: 1,3142) Dollar festgesetzt.

"Eine Kombination aus Aussagen der US-Notenbank und einem starken Anstieg der Risikoaufschläge von Anleihen europäischer Krisenstaaten haben den Euro vor den Osterfeiertagen weiter unter Verkaufsdruck gesetzt", sagte Devisen-Experte Rainer Sartoris von der Privatbank HSBC Trinkaus. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die US-Notenbank einem neuen Kaufprogramm von Anleihen zur Ankurbelung der Wirtschaft eine Absage erteilt hat. Damit löste die Fed einen Höhenflug beim Dollar aus. Im Gegenzug geriet der Euro unter Druck, der über einen starken Anstieg der Renditen italienischer und spanischer Staatsanleihen weiter verstärkt wurde.

Für den Devisenmarkt ist die Handelswoche noch nicht beendet. Am Karfreitag steht mit dem US-Arbeitsmarktbericht noch ein Highlight auf dem Programm. Sollten die Daten unerwartet gut ausfallen, könnte der Euro vor den Osterfeiertagen sogar unter die Marke von 1,30 Dollar fallen. Dann rechnet Experte Sartoris in den kommenden Handelstagen mit einer Fortsetzung der Euro-Talfahrt. Im "Extremfall" könnte die Gemeinschaftswährung sogar auf ein Jahrestief in der Nähe der Marke von 1,26 Dollar sinken.

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