20. Juni 2012

Devisen: Eurokurs steigt über die Marke von 1,27 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Mittwoch gestützt durch eine Entspannung in der Euro-Schuldenkrise über die Marke von 1,27 US-Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2724 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro zeitweise nur 1,2662 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2704 (Dienstag: 1,2619) Dollar festgesetzt.

"Vor allem die deutliche Beruhigung an den Anleihemärkten von Spanien und Italien hat den Euro gestützt", sagte Ralf Umlauf, Devisenexperte von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). So gab die Rendite von zehnjährigen spanischen Anleihen deutlich nach und fiel bis auf 6,656 Prozent. Am Montag war sie noch auf einen Rekordstand von 7,241 Prozent gestiegen. Zudem wurde in Griechenland die Regierungsbildung erfolgreich abgeschlossen und der Vorsitzende der konservativen Nea Dimokratia, Antonis Samaras, zum Regierungschef ernannt.

Der Markt wartet jetzt auch auf die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank, die am Abend anstehen. Einige Anleger spekulierten offenbar schon darauf, dass die US-Notenbank bereits heute geldpolitische Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ergreifen wird, sagte Experte Umlauf. Zumindest dürfte US-Notenbankchef Ben Bernanke in seiner Pressekonferenz die Tür für weitere Lockerungen weit offen lassen. Mögliche zusätzliche Anleihekäufe durch die US-Notenbank würden den Dollar tendenziell belasten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80600 (0,80520) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 100,24 (99,57) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2009 (1,2009) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.601,0 (1.625,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 40.330,00 (40.820,00) Euro.

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