10. April 2012

Devisen: Eurokurs unter 1,31 US-Dollar - Schuldenkrise wieder stärker im Fokus

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wieder verschärfte Schuldenkrise in Europa hat den Kurs des Euro <EURUS.FX1> am Dienstag belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3078 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro noch 1,3145 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,3114 (Donnerstag: 1,3068) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7625 (0,7652) Euro.

Der Eurokurs hat damit nur vorübergehend von dem schwächer als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag profitiert. "Sollten die US-Konjunkturdaten in den kommenden Tagen wieder positiv ausfallen, dürfte der Euro weiter unter Druck geraten", sagte Volker Weber, Devisenexperte bei M.M. Warburg. Der erneute Anstieg der Risikoaufschläge für spanische und italienische Staatsanleihen laste auf dem Euro. So bewegte sich die Rendite für zehnjährige spanische Staatsanleihen trotz der am Wochenende zusätzlich bekanntgegebenen Sparmaßnahmen wieder auf die Marke von sechs Prozent zu.

"Sollten mit Italien und Spanien zwei große Länder der Eurozone in Schwierigkeiten geraten, dürfte der Euro weiter unter Druck geraten", sagte Weber. So habe Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble klar gemacht, dass man nicht noch mehr Geld zur Bewältigung der Krise bereitstellen wolle. Insgesamt sei der Devisenhandel nach Ostern weiter sehr dünn, fuhr Weber fort. Dies erkläre auch die größeren Kursausschläge.

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