02. Mai 2012

Devisen: Konjunktursorgen drücken Euro unter 1,32 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Konjunktursorgen haben den Euro <EURUS.FX1> am Mittwoch erstmals seit drei Handelstagen wieder unter die Marke von 1,32 US-Dollar gedrückt. Die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone enttäuschten auf ganzer Linie. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3148 Dollar und erholte sich damit nur minimal von ihrem zuvor erreichten Tagestief von 1,3134 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf 1,3214 (Freitag: 1,3229) Dollar festgesetzt. Am Dienstag wurde feiertagsbedingt kein Wert von der EZB notiert.

Am Vormittag hatte ein überraschend deutlicher Rückgang des Einkaufsmanagerindex für die Eurozone für schlechte Stimmung an den Märkten gesorgt. Das Stimmungsbarometer für die Industrie fiel auf den tiefsten Stand seit November 2011 und signalisiert nach Einschätzung von Berenberg-Experte Christian Schulz Kontraktion auf breiter Front. Auch der Indikator für die deutsche Industrie ist mit 46,2 Zählern laut Schulz auf dem tiefsten Stand seit drei Jahren angekommen.

Der Abwärtstrend im Verarbeitenden Gewerbe sei zudem nicht auf die Eurozone beschränkt, auch in der Schweiz und Großbritannien gingen die Stimmungswerte zurück. Die Hoffnung liege nun auf China und den USA, wo sich die Aussichten zuletzt verbessert haben. "Ein stabiles globales Makro-Umfeld sollte in den kommenden Monaten dennoch gute Möglichkeiten für eine Erholung in Europa bieten", so Berenberg-Ökonom Schulz.

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