23. April 2012

Devisen: Trübe Konjunkturaussichten drücken Euro ins Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat zum Wochenauftakt unter schwachen Konjunkturaussichten gelitten. Die Einkaufsmanager im Währungsraum sind unerwartet pessimistisch, wie die jüngsten Umfragewerte zeigen. Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich deutlich geschwächt und fiel im Mittagshandel bis auf 1,3136 US-Dollar. Am frühen Morgen hatte sie noch bis zu 1,3213 Dollar gekostet.

Die weiter schwelende Schuldenkrise in der Eurozone hat im April auch die Stimmung der Einkaufsmanager belastet. Die hohe Unsicherheit wirkte sich negativ auf die Daten für die Eurozone insgesamt und die beiden großen Länder Deutschland und Frankreich aus. Volkswirte sprachen von einer großen Enttäuschung und warnten vor einer anhaltenden Konjunkturschwäche.

Der Gesamtindex für die Eurozone sank von 49,1 Punkten im Vormonat auf 47,4 Zähler, wie das Forschungsunternehmen Markit am Montag in London in einer ersten Schätzung mitteilte. Experten hatten hingegen einen leichten Anstieg auf 49,3 Punkte erwartet. Damit driftet der wichtige Frühindikator weiter unter die Expansionsschwelle von 50 Zählern, die Wachstum von Kontraktion trennt. Auch die Werte für die Industrie und den Dienstleistungssektor gingen überraschend zurück.

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