07. Mai 2012

Devisen: Wahlergebnisse drücken Euro auf Drei-Monats-Tief

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> ist nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Montag im asiatischen Handel unter die Marke von 1,30 US-Dollar. Zuletzt kostete sie 1,2985 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag noch auf 1,3132 (Donnerstag: 1,3123) Dollar festgesetzt. In der vergangenen Woche war die europäische Gemeinschaftswährung wegen der Unsicherheiten vor den Wahlen bereits um rund zwei Cent gefallen.

Die Finanzmärkte reagierten mit Verunsicherung auf die Wahlergebnisse vom Wochenende. In Frankreich wurde der Sozialist Francois Hollande wie erwartet zum Staatspräsidenten gewählt. In Griechenland büßen die großen Parteien ihre Mehrheit aller Wahrscheinlichkeit nach ein. Damit steigen die Bedenken, wie es in der europäischen Schuldenkrise weitergeht. Hollande hatte sich im Wahlkampf gegen den strikten Sparkurs Deutschlands gestellt. Inwieweit sich die neue griechische Regierung zum eingeschlagenen Sanierungskurs des Landes bekennen wird, ist unklar.

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