18. Februar 2013

Devisen: Weidmann-Aussagen schieben Euro über 1,34-Dollar-Marke

FRANKFURT (dpa-AFX) - Aussagen von Bundesbankchef Jens Weidmann haben den Eurokurs am Montagnachmittag beflügelt. Die Gemeinschaftswährung stieg fast einen halben US-Cent über die Marke von 1,34 US-Dollar und markierte ein Tageshoch bei 1,3428 Dollar, nachdem Weidmann vor einer gezielten Schwächung des Wechselkurses gewarnt hatte. Ein solcher Ansatz würde am Ende "auf eine höhere Inflation hinauslaufen", sagte Weidmann in Freiburg.

Angesichts der jüngsten Kursaufwertung der europäischen Gemeinschaftswährung ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie viel Euro-Stärke der Währungszone bekommt. Je weiter der Eurokurs steigt, desto teurer werden die Waren der Exporteure auf den Weltmärkten. Die Wettbewerbsfähigkeit kann sich entsprechend verschlechtern.

EURO-STÄRKE KÖNNTE FINANZMINISTER BESCHÄFTIGEN

Der starke Euro wird die Finanzminister des Währungsraums möglicherweise bei ihrem heutigen Treffen in Brüssel beschäftigen. "Es könnte ein Thema sein", sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Montag vor Journalisten bei seiner Ankunft in Brüssel. "Wie üblich werden wir die wirtschaftliche Lage im Euroraum diskutieren, und die Thematik könnte an dieser Stelle aufkommen."

Am Wochenende hatte EU-Währungskommissar Olli Rehn vor den Folgen der Euro-Stärke gewarnt. "Eine Anhebung des Euro-Wechselkurses wäre vor allem für die südlichen Euroländer sehr schädlich", sagte Rehn dem österreichischen Magazin "Profil". In der vergangenen Woche hatte Frankreichs Präsident Francois Hollande eine aktive Wechselkurspolitik gefordert. Ein Vorschlag, der vor allem in Deutschland auf wenig Gegenliebe trifft.

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