21. September 2014

Air-France-Streik geht in die zweite Woche

Paris (dpa) - Angesichts weiterhin verhärteter Fronten verlängern die Piloten von Air France ihren bereits einwöchigen Streik um nochmals vier Tage.

Air France
Jeden Tag fallen mehr als die Hälfte der Flüge aus und Air France verliert Millionen. Foto: Etienne Laurent
dpa

Der Streik geht damit in die zweite Woche, ohne dass ein Ende absehbar ist. Eine Abstimmung der größten Pilotengewerkschaft ergab nach ihren Angaben vom Samstag eine deutliche Mehrheit für einen Arbeitsausstand bis zum kommenden Freitag.

Die Gewerkschaft fordert Regierungschef Manuel Valls auf, bei einem Weg aus der Sackgasse mitzuhelfen. Verkehrs-Staatssekretär Alain Vidalies appellierte am Sonntag an beide Seiten, auf einen Kompromiss hinzuarbeiten, um den für Air France kostspieligen Streik zu beenden.

Wegen des am vergangenen Montag begonnenen Streiks kann Air France seit Tagen höchstens 45 Prozent der Flüge sicherstellen. Der Streik sollte zunächst nur bis Montag gehen. Er wird jetzt zu dem längsten Ausstand bei Air France seit 1998, als zehn Tage gestreikt wurden.

Der Pilotenstreik richtet sich gegen Sparpläne des Airline-Konzerns Air France-KLM, der Kurz- und Mittelstrecken an seine Billigtochter Transavia übertragen und seine jährlichen Kosten so um mehr als eine Milliarde Euro senken will. Die Piloten fordern einen einheitlichen Vertrag für ihre Berufsgruppe.

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