22. März 2014

Aktionärsschützer warnen Air Berlin vor Abschied von der Börse

Berlin (dpa) - Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger hat besorgt auf Spekulationen über einen Abschied der Fluggesellschaft Air Berlin von der Börse reagiert. «Für die Aktionäre wäre das eine absolute Frechheit», sagte SdK-Sprecher Michael Kunert der Nachrichtenagentur dpa.

Air Berlin und Etihad Airways
Die Vorstandschefs von Air Berlin und von Etihad Airways überlegen eine strategische Partnerschaft der Fluggesellschaften. Foto: Bernd Settnik/Archiv
dpa

Viele Aktionäre hätten aufgrund von Missmanagement bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft eine Menge Geld verloren. Air Berlin hatte am Mittwoch wegen fortgeschrittener Gespräche über Optionen mit wesentlichem Einfluss auf die Gesellschaft seine Bilanzvorlage überraschend verschoben.

Spekuliert wird, die arabische Fluggesellschaft Etihad als Großaktionär versuche, über eine neue Struktur mehr Einfluss auf die kriselnde Airline zu bekommen. «Die haben Angst um ihr Geld und wollen sich stärkere Durchgriffsrechte verschaffen», vermutete Kunert. Etihad kann seinen 29-Prozent-Anteil nicht einfach aufstocken, ohne dass Verkehrsrechte in Europa verloren gehen. Die Air-Berlin-Aktie war vor acht Jahren für 12 Euro pro Stück an die Börse gekommen, aktuell pendelt sie um 2 Euro.

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