03. Juni 2014

Arbeitslosenquote im Euroraum sinkt leicht

Luxemburg (dpa) - Die Arbeitslosigkeit im Euroraum ist im Frühjahr leicht gesunken. Im April waren 11,7 Prozent der Menschen im erwerbsfähigen Alter ohne Arbeit - im Vormonat lag die Quote noch bei 11,8 Prozent.

Obdachlose in Athens
Ein Obdachloser in Athen: In Griechenland haben viele Menschen in Folge der Wirtschaftskrise den Job verloren. Foto: Orestis Panagiotou/Symbolbild
dpa

Das teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Zuletzt war die Quote im Dezember 2013 um 0,1 Prozentpunkte gefallen. Insgesamt waren im April 18,751 Millionen Männer und Frauen in den Ländern mit der Gemeinschaftswährung arbeitslos.

Die höchsten Quoten meldeten wie zuvor Griechenland (jüngste Zahlen vom Februar) und Spanien: Dort war zuletzt jeder Vierte ohne Job. Deutschland verzeichnete wie üblich eine der niedrigsten Arbeitslosenraten in Europa. Die Bundesrepublik liegt mit 5,2 Prozent hinter Österreich (4,9 Prozent) und vor Luxemburg (6,1 Prozent).

Auch die Bundesagentur für Arbeit hatte vergangene Woche eine zurückgehende Arbeitslosigkeit gemeldet: Zwischen April und Mai fiel die Quote demnach um 0,2 Punkte auf 6,6 Prozent. Die Zahlen von Eurostat und Bundesagentur unterscheiden sich, weil die Statistiker unterschiedliche Rechenmethoden anwenden.

Junge Menschen sind in Europa besonders häufig Job. 3,381 Millionen Männer und Frauen zwischen 15 und 24 Jahren waren im Euroraum ohne Arbeit. Das entspricht 23,5 Prozent. Allerdings ist die hohe Quote zumindest teilweise statistisch bedingt: Eurostat klammert Studenten und Auszubildende aus. Dies verkleinert die Bezugsgruppe, dadurch fällt jeder einzelne Arbeitslose prozentual stärker ins Gewicht als bei der Arbeitslosenquote insgesamt.

EU-Arbeitskommissar Laszlo Andor nannte die neuen Zahlen «ermutigend», mahnte aber weitere Anstrengungen an. «Viele neue Arbeitsplätze sind prekär und wir sind weit davon entfernt sicherzustellen, dass jeder Mensch eine echte Chance auf dem Arbeitsmarkt hat.» Die EU-Staaten müssten darauf achten, dass Geringverdiener nicht zu stark besteuert werden - dies schaffe Jobs und kurbele die private Nachfrage an.

Im Schnitt aller 28 EU-Staaten sank die Quote laut Eurostat um 0,1 Punkte auf 10,4 Prozent. Das entspricht 25,471 Millionen Arbeitslosen.

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