04. Juni 2012

Axa-Gewinn um ein Drittel eingebrochen

Köln (dpa) - Der Gewinn des Versicherers Axa Deutschland ist 2011 vor allem wegen Abschreibungen auf Griechenland-Papiere um ein Drittel eingebrochen. Das Konzernergebnis sank von 413 Millionen Euro im Vorjahr auf 273 Millionen Euro, wie die Axa Konzern AG in Köln mitteilte.

Versicherer Axa
Die Zentrale des Versicherungskonzerns Axa in Köln: Die Finanzturbulenzen in Griechenland haben dem Versicherungskonzern Axa schwer zu schaffen gemacht. Foto: Oliver Berg
dpa

Maßgeblich dafür waren den Angaben zufolge Abschreibungen auf den Aktien- und Rentenbestand aufgrund der angespannten Lage auf den internationalen Kapitalmärkten. Insgesamt ging das Kapitalanlageergebnis um 15,5 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro zurück.

Griechenland-Marktwerte schlugen dabei mit 260 Millionen Euro zu Buche. Für das laufende Jahr seien hieraus aber keine weiteren Auswirkungen mehr zu erwarten, sagte Finanzvorstand Patrick Dahmen.

Das operative Ergebnis kletterte um 9,5 Prozent auf 401 Millionen Euro. Auch die Brutto-Beitragseinnahmen stiegen, und zwar um 2,4 Prozent auf 10,63 Milliarden Euro. Zuwächse gab es bei der Kranken- sowie der Schaden- und Unfallversicherung. Neuabschlüsse und Beitragssteigerungen hätten zu der Steigerung beigetragen. Im Jahr 2012 will der neue Vorstandschef Thomas Buberl das operative Ergebnis halten. Die Beitragseinnahmen legten im ersten Quartal um 2,7 Prozent zu.

Die geplante Streichung von rund 1600 Stellen bis 2015 solle sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen, bekräftigte der Vorstand. 2011 seien 200 der zuvor 9700 Stellen abgebaut worden. Die deutsche Tochter des französischen Axa-Konzerns muss im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms bis 2015 insgesamt 328 Millionen Euro einsparen.

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