22. Juli 2013

Betriebsrat von Bosch Solar bittet Kanzlerin um Hilfe

Arnstadt/Stuttgart (dpa) - Der Betriebsrat von Bosch Solar im thüringischen Arnstadt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem offenen Brief um Hilfe gebeten.

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Bosch hatte im März angekündigt, seine Solarsparte aufzugeben und das Werk in Arnstadt mit rund 1800 Beschäftigten zu schließen. Foto: Martin Schutt
dpa

«Wir erwarten Ihre persönliche Unterstützung für die Erhaltung unseres Standortes und die Erhaltung der Solarindustrie in Deutschland und Europa», heißt es in dem Schreiben der Arbeitnehmervertretung, das der Nachrichtenagentur dpa am Montag vorlag.

Bosch hatte im März angekündigt, seine Solarsparte aufzugeben und das Werk in Arnstadt mit rund 1800 Beschäftigten zu schließen. Insgesamt sind an den drei Solar-Standorten 3000 Mitarbeiter betroffen. Als der Technikkonzern 2009 in das Geschäft mit der Sonnenenergie investiert hatte, hatte die Bundeskanzlerin den Einstieg noch als «Lichtblick» und das Großprojekt am Hauptstandort Arnstadt als «wirkliche Zukunftsinvestition» gelobt.

«Wir können nicht ansatzweise erkennen, dass Sie zu uns und der von Ihnen einst so hoch angepriesenen Solartechnologie noch stehen», kritisiert der Betriebsrat nun in dem Brief. Ein vorausgegangenes Schreiben von Mitte Mai sei von ihr bisher unbeantwortet gelieben.

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