10. Mai 2012

Bilfinger ohne Berger und mit robustem Jahresstart

Mannheim (dpa) - Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger blickt optimistisch auf das Jahr 2012. Die Leistung legte in den ersten drei Monaten dieses Jahres um sechs Prozent auf 1,95 Milliarden Euro zu.

Baukonzerns Bilfinger Berger
Firmenzentrale des Baukonzerns Bilfinger Berger. Foto: R. Wittek/Archiv
dpa

Das gab das Unternehmen vor der Hauptversammlung bekannt. Der Auftragseingang habe sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um neun Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro erhöht. Das Konzernergebnis werde deshalb 2012 erheblich über dem von 2011 liegen. «Die Finanzkrise hat in Summe bis heute keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft gehabt», sagte der Vorstandsvorsitzende Roland Koch.

Der Gewinn unter dem Strich halbierte sich in den ersten drei Monaten des Jahres zwar von 207 Millionen auf 100 Millionen Euro. Dies sei aber auf den Verkauf einer Tochtergesellschaft mit einem Erlös von 174 Millionen Euro zurückzuführen, die das Vorjahresergebnis außergewöhnlich erhöhte. Diesmal habe der Verkauf eines Zehn-Prozent-Anteils an Julius Berger Nigeria und die Schaffung eines Fonds für Unternehmensprojekte zum Ergebnis beigetragen.

Bis 2016 soll die Leistung des Unternehmens durch Zukäufe und Wachstum aus eigener Kraft um bis zu 50 Prozent auf 11 bis 12 Milliarden Euro wachsen. Hier gibt es laut Koch viel Potenzial: «Ungeschliffene Diamanten, die unsere Aufmerksamkeit verdienen, aber auch Kompetenzen, die wir bisher nicht von einer Region in die nächste übertragen haben.»

Die Aktionäre stimmten am Donnerstag für eine Namensänderung. Der verkürzte Name Bilfinger und das neue Logo «Bilfinger-Schleife» sollen die Vernetzung der Konzernaktivitäten und die Stärkung des Dienstleistungssektors betonen, so Koch. Auch an der Börse sei das im MDax notierte Unternehmen künftig nicht mehr im Bausektor, sondern im Dienstleistungssektor notiert. Im Jahr 2011 lag der Anteil der Servicetätigkeiten am Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) bei 85 Prozent. «Unsere Kernkompetenz besteht darin, Prozesse wirtschaftlicher, nachhaltiger und effizienter zu machen», sagte Koch.

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