29. Juni 2012

Deutschland: Einzelhandelsumsatz gesunken

Wiesbaden (dpa) - Die Staatsschuldenkrise im Euroraum drückt die Kauflaune der Verbraucher. Im Mai sanken die Umsätze des deutschen Einzelhandels gegenüber dem April preisbereinigt (real) um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

Konsumenten
Zwischen Euro-Krise und Benzinpreisschock: die deutschen Verbraucher. Foto: Marc Müller/Archiv
dpa

Nominal stiegen die Umsätze leicht um 0,1 Prozent. Zudem wurden die Zahlen aus dem April kräftig nach unten korrigiert. Statt eines satten Plus' von real 0,6 im Vergleich zum März 2012 verzeichneten die Einzelhändler revidiert ein Minus von 0,2 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sanken die Umsätze der Einzelhändler im Mai real um 1,1 Prozent, nominal stiegen sie um 1,0 Prozent. Allerdings hatte der Mai 2012 mit 24 Verkaufstagen zwei Verkaufstage weniger als der Mai 2011.

Besonders schwach entwickelte sich im Jahresvergleich das Geschäft der Internet- und Versandhändler, das real um 4,1 Prozent nachgab. Einzelhändler im Bereich Textilien, Bekleidung, Schuhe und Leder büßten 2,4 Prozent ein. Hingegen stiegen die Erlöse bei Supermärkten und SB-Warenhäusern real um 0,4 Prozent (nominal: plus 2,9 Prozent).

Von Januar bis Mai 2012 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,3 Prozent und real 0,3 Prozent mehr umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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