14. Mai 2012

Fair gehandelte Produkte legen weiter zu

Wuppertal (dpa) - Fair gehandelte Lebensmittel werden trotz steigender Preise insbesondere für Kaffee und Kakao immer beliebter. Europas größtes Handelshaus für Fairtrade-Produkte, Gepa, erzielte im vergangenen Geschäftsjahr 2011/2012 ein Umsatzplus von 5,2 Prozent auf 61,5 Millionen Euro.

GEPA Fair Handelshaus
Mehrere Gläser mit "fair gehandeltem" Honig im Lager des Gepa Fair Handelshauses in Wuppertal. Foto: Felix Heyder
dpa

Dies teilte die Gepa in Wuppertal mit. Besonders in Supermärkten kauften Verbraucher mehr nachhaltig hergestellte Waren als im Vorjahr. Hier kletterte der Umsatz um knapp 16 Prozent. Teilweise ging das Wachstum auch auf verteuerte Rohstoffe zurück. Mit Preissteigerungen von durchschnittlich 6 Prozent konnte die Gepa diese Kosten zum Teil an die Verbraucher weiterreichen.

«Es ist ein schwieriges Jahr gewesen», sagte Geschäftsführer Thomas Speck über die Jahresbilanz. «Die Rohstoffpreise sind in einer Weise explodiert, wie ich es in meinen 22 Jahren bei der Gepa nicht erlebt habe.» Fast die Hälfte ihres Umsatzes macht die Gepa mit Kaffee. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen beim Kaffee noch einmal mit einem kräftigen Absatzschub.

Seine Produkte vertreibt das Unternehmen über den Lebensmitteleinzelhandel, über bundesweit gut 800 Weltläden und außer Haus, etwa an Kantinen, Mensen und Bildungseinrichtungen. Neben Schokolade, Tee und Getränken gehören auch Schmuck, Taschen und Küchenartikel zum Sortiment.

Mitteilung zur Preiserhöhung beim Kaffee

Preisentwicklung Kaffee laut Gepa

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