16. August 2012

Getreidepreise für deutsche Mühlen auf Rekordhoch

Berlin (dpa) - Angesichts der angespannten Lage auf den globalen Märkten müssen die deutschen Mühlen Getreide zur Brotmehl-Produktion derzeit so teuer einkaufen wie noch nie in den vergangenen 25 Jahren.

Getreidepreise
Ein Mähdrescher erntet auf einem Feld in der Nähe des hessischen Bad Salzhausen. Die Getreide-Preise sind auf einem Rekordhoch. Foto: Frank Rumpenhorst
dpa

Die Preise für Brotgetreide seien nun in der Erntezeit um 25 bis 35 Prozent höher als vor zwölf Monaten, teilte der Verband Deutscher Mühlen am Donnerstag in Berlin mit. Für die Branche zeichneten sich Mehrkosten beim Rohstoffeinkauf von 400 Millionen Euro ab, die in die Verkaufspreise einfließen müssten. Ob dies zu Preiserhöhungen bei Brot und Brötchen führen könnte, müssten die Bäcker kalkulieren.

Die deutschen Mühlen beziehen 95 Prozent des Brotgetreides, also Weizen und Roggen, aus dem Inland. Die Preise werden aber maßgeblich von den internationalen Getreidemärkten bestimmt, wie wegen einer extremen Dürre im wichtigen Anbauland USA angespannt sind. Wegen Ernteausfällen reichten die Weltgetreidevorräte derzeit für nur noch 69 Tage, erläuterte der Mühlenverband.

Für die heimische Brotgetreideernte, die am kommenden Wochenende allmählich abgeschlossen wird, deute sich mit 25,9 Millionen Tonnen ein kleines Plus im Vergleich zum schwachen Vorjahr an. Die 550 deutschen Mühlen erwirtschaften laut Verband mit 6000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro.

Pressemitteilung

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