20. Juni 2013

Härtere Auflagen für Ratingagenturen in der EU

Brüssel (dpa) - Ratingagenturen müssen sich in der Europäischen Union künftig an strengere Regeln halten.

Ratingagenturen
Bildkombo der Logos der drei großen US-amerikanischen Ratingagenturen Fitch, Standard & Poors (S&P) und Moody's. Foto: Fredrik von Erichsen/
dpa

Heute treten neue Vorschriften in Kraft, die die Macht der Bonitätswächter brechen sollen. Anleger können künftig Unternehmen wie Moody's, Fitch oder Standard & Poor's für schwere Fehler bei Bewertungen haftbar machen.

Die Bekanntgabe der Noten (Bonitätsbewertungen) von Staaten wird beschränkt: Die Agenturen dürfen Staaten nur noch an drei zuvor festgelegten Terminen im Jahr bewerten. Damit will die EU verhindern, dass sie die Lage kriselnder Eurostaaten verschärfen.

Um die Unabhängigkeit der Agenturen zu stärken, werden für Beteiligungen strikte Vorgaben gemacht. So gibt es Grenzen für Anteile, die ein Investor an mehreren Ratingagenturen halten darf. Die Pläne, als Gegengewicht eine unabhängige europäische Ratingagentur zu gründen, hat die EU dagegen vorerst auf Eis gelegt.

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