18. Juni 2012

Spanien-Hilfe: Weltbank-Chef kritisiert Chaos

Los Cabos (dpa) - Weltbank-Chef Robert Zoellick hat das Krisenmanagement zur milliardenschweren Rettung der spanischen Banken heftig kritisiert. "Die Umsetzung war extrem dürftig", sagte er am Sonntag am Rande des G20-Gipfels im mexikanischen Los Cabos.

Robert Zoellick
Weltbank-Chef Robert Zoellick sprach am Rande des G20-Gipfels im mexikanischen Los Cabos. Foto: Ulises Ruiz Basurto
dpa

Vergangenes Wochenende hatten die Euro-Finanzminister Spanien ein Hilfspaket in Höhe von 100 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung der heimischen Banken zugesagt. Zoellick bemängelte, es sei völlig unklar gewesen, ob das Geld aus dem Rettungsfonds EFSF oder dem am 1. Juli startenden, dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM kommt.

Auch die Auswirkungen auf die spanischen Schulden seien unbekannt. "Sie haben schwere Artillerie aufgefahren, ihre Chance aber vertan." Von dem Gipfel in Los Cabos müsse eine klare Botschaft ausgehen, forderte er. Das Treffen finde zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt. "Wir warten darauf, dass Europa sagt, was zu tun ist."

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