29. Mai 2012

Spanische Banken erneut unter Druck

Madrid (dpa) - Die Bankenkrise in Spanien hat die Aktien führender Kreditinstitute in Madrid am Dienstag weiter unter Druck gesetzt. Dagegen war die Branchentendenz an anderen führenden Finanzplätzen Europas leicht positiv.

Bankia
Blick auf das Hauptquartier von Bankia in der spanischen Hauptstadt Madrid. Foto: Leonardo Wen
dpa

Anleger in Madrid reagierten verunsichert auf die anhaltenden Diskussionen über die Kapitalausstattung der spanischen Banken. Der Aktienkurs der maroden Großbank Bankia fiel noch tiefer in den Keller. Zeitweise stürzte die Aktie um mehr als 6 Prozent ab. Im weiteren Handelsverlauf lag der Verlust bei 5,51 Prozent, die Aktie sank auf 1,285 Euro.

Schon am Vortag war der Kurs durch den milliardenschweren Kapitalbedarf wegen drohender Verluste aus Immobilienkrediten auf eine rasante Talfahrt geschickt worden. Auch die Titel der im europäischen Leitindex EuroStoxx gelisteten spanischen Großbanken blieben in Sorge um eine mögliche Ansteckung unter Druck: BBVA büßten 0,84 Prozent ein. Banco Santander fielen um 1,11 Prozent.

Der europäische Teilindex Stoxx 600 Banks hingegen legte 0,56 Prozent zu - auch dies blieb allerdings hinter der insgesamt freundlichen Markttendenz zurück.

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