27. Mai 2012

Steinbrück gegen Schäuble als Chef der Eurogruppe

Berlin (dpa) - Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hält es für eine schlechte Idee, seinen Nachfolger Wolfgang Schäuble (CDU) zum Chef der Eurogruppe zu machen. «Ich halte das für einen Fehler», sagte der mögliche SPD-Kanzlerkandidat der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Schäuble
Bundesfinanzminister Schäuble während einer Pressekonferenz. Nach Ansicht von Peer Steinbrück sollte kein Deutscher Chef der Eurogruppe werden. Foto: Wolfgang Kumm
dpa

Er sei davon überzeugt, dass Deutschland «als größtes Schiff im Konvoi der Europäischen Währungsunion» nicht in die Position eines Schiedsrichters innerhalb der EU kommen sollte. «Dies würde ich einem Land überlassen, das erkennbar eher in der Lage ist, zwischen verschiedenen Interessen, insbesondere der größeren Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, zu vermitteln», sagte Steinbrück.

Es gehe dabei gar nicht um Schäuble. «Das würde auch für einen anderen Kandidaten Deutschlands gelten, von mir aus Herrn Müller-Lüdenscheid.» Der bisherige Eurogruppenchef, Luxemburgs Regierungschef und Finanzminister Jean-Claude Juncker, will sein Amt aufgeben.

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