09. April 2014

US-Großbanken brauchen dickeres Kapitalpolster

Washington (dpa) - Die acht größten Banken der USA müssen künftig mehr Kapital vorhalten, um besser für Krisenfälle gewappnet zu sein. Die Spitzengremien der zuständigen Aufsichtsbehörden nickten die neuen Regeln am Dienstag ab. Sie gelten ab dem Jahr 2018.

US-Dollar
Die größten US-Banken müssen künftig mehr Kapital vorhalten. Foto: Arno Burgi
dpa

«Die Finanzkrise hat gezeigt, dass einige Finanzfirmen inzwischen so groß, so hoch verschuldet und so stark miteinander verwoben sind, dass ihr Zusammenbruch eine Gefahr für die Stabilität des gesamten Finanzsystems bedeuten kann», begründete die Chefin der Notenbank Fed, Janet Yellen, die schärferen Regeln.

Statt einer Verschuldungsquote von 3 Prozent gelten für die größten US-Bankkonzerne und ihre Tochtergesellschaften 5 beziehungsweise 6 Prozent. Bei dieser sogenannten «Leverage Ratio» werden die Geschäfte einer Bank unabhängig vom Risikogehalt pauschal ins Verhältnis zum Eigenkapital gesetzt. Das bedeutet, dass die US-Großbanken für ihre Geschäfte künftig mehr eigenes Kapital vorhalten müssen.

Weltweit arbeiten Aufsichtsbehörden und Politiker unter dem Schlagwort «Basel III» an schärferen Kapitalregeln für Banken. In Europa wird dabei eine Verschuldungsquote von 3 Prozent angestrebt. Die US-Amerikaner hatten bereits angekündigt, über den Standard hinausgehen zu wollen.

Liste der 50 größten US-Finanzkonzerne

Mitteilung der Fed

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