22. Juni 2012

Von der Leyen für europaweiten Ausbildungsmarkt

Berlin (dpa) - Angesichts der dramatischen Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit vor allem im Süden der EU hat Arbeitsministerin Ursula von der Leyen einen europaweiten Markt für Ausbildung vorgeschlagen.

Ursula von der Leyen
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen Foto: Hannibal
dpa

«Es gibt mittlerweile zehntausende unbesetzte Ausbildungsplätze im Norden und im Süden viele junge Menschen», sagte die CDU-Politikerin der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag). Da auf dem europäischen Arbeitsmarkt Freizügigkeit herrsche, gebe es für die jungen Menschen keine Hindernisse «außer der Sprachbarriere». Aber die könnte mit Hilfe von öffentlich finanzierten Sprachkursen abgewendet werden.

Die von ihr vorgeschlagenen «Euro-Ausbildung» dürfe aber keine «Einbahnstraße von Süden nach Norden» sein. Der Norden müsse dem Süden dabei helfen, eine Berufsausbildung etwa nach dem Vorbild der dualen Ausbildung aufzubauen, wie sie in Deutschland üblich ist. Daran hätten schon einige Unternehmen «mit vielen Tochterunternehmen in Europa» Interesse angemeldet. Für Projekte wie diese stünden kurzfristig 7,3 Milliarden Euro ungenutzter Mittel aus dem europäischen Sozialfonds zur Verfügung, sagte von der Leyen.

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