18. Dezember 2012

Vor allem kleinen Firmen gehen die Auszubildenden aus

Köln (dpa) - Vor allem kleinere Unternehmen müssen sich auf zunehmende Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen einstellen.

Auszubildender
Ein Auszubildender in Rostock. Nirgendwo in der EU gibt es so wenig erwerbslose Jugendliche und junge Erwachsene wie in Deutschland. Foto: Robert Schlesinger
dpa

Bereits im vergangenen Jahr habe nahezu jedes dritte Unternehmen mit maximal neun Beschäftigten angegeben, große Schwierigkeiten bei der Suche nach Auszubildenden gehabt zu haben, berichtete das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Montag in Köln. Durch eine sinkende Zahl von Schulabgängern werde sich das Problem jedoch weiter verstärken.

Im laufenden Jahr 2012 ging die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge bis Ende September um drei Prozent auf 551 300 zurück. Knapp 33 200 noch offenen Ausbildungsstellen standen 15 700 unversorgte Bewerber gegenüber. Hintergrund seien oft fehlende Ausbildungsstellen in dem jeweiligen Wunschberuf oder auch eine mangelnde Qualifikation der Bewerber, sagte eine Sprecherin.

Beliebteste Ausbildungsberufe bei den männlichen Jugendlichen waren 2011 Kraftfahrzeugmechatroniker, Industriemechaniker und Einzelhandelskaufmann. Bei den jungen Frauen standen Verkäuferin, Kauffrau im Einzelhandel und Bürokauffrau ganz oben auf der Wunschliste.

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