Höhlenlöwen jagen Mammut
17. Oktober 2017

Ausstellung über Klima und Evolution in Halle

Halle (dpa) - Drei Höhlenlöwen jagen ein Mammut und ihr Junges - diese Szene mit den lebensecht erscheinenden Tieren ist beim Landesmuseum Halle in Sachsen-Anhalt aufgebaut worden. Sie ist Teil der Sonderausstellung «Klimagewalten - Treibende Kraft der Evolution» vom 30. November 2017 bis 21. Mai 2018.

Sonderausstellung in Halle
Tierpräparator Daniel Salzer positioniert im Landesmuseum in Halle den Stoßzahn eines Mammuts. Im Hintergrund «attackiert» ein Höhlenlöwe ein Mammut-Junges. Foto: Hendrik Schmidt
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«Diese Tiere starben vor etwa 10 000 bis 12 000 Jahren hier aus», sagte Museumssprecher Alfred Reichenberger. «Mit dem Wandel zwischen Warm- Kaltphasen in der erdgeschichtlichen Entwicklung haben sich auch unterschiedliche Lebenswesen entwickelt.»

An der Gruppe sei ungefähr ein Jahr gearbeitet worden, bemerkte der österreichische Tierpräparator und Modellbauer Dieter Schön. «Sie bestehen aus einem Metallskelett, Silikonhaut, Echthaar vom Moschusochsen sowie Löwenfell.» Das Aussehen sei aus Knochenfunden sowie durch Höhlenmalerei bekannt. Die Höhlenlöwen seien größer als heute gewesen. Das nachgebaute Mammut ist 3,40 Meter hoch, hat 2,80 Meter lange Stoßzähne und wiegt etwa 800 Kilogramm.

Neben der Tiergruppe wird noch eine Höhlenhyäne gezeigt. Diese Tiere waren ebenfalls deutlich größer als die heute lebenden Exemplare. Insgesamt sind auf 1900 Quadratmeter Ausstellungsfläche rund 400 Exponate aus zehn Ländern zu sehen.

Landesmuseum für Vorgeschichte

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