15. August 2013

Dinosaurier: Das falsche Bild vom langen Hals

San Francisco (dpa) - Die riesigen Langhals-Dinosaurier konnten ihren Hals vermutlich gar nicht so gut bewegen wie bislang angenommen. Frühere Untersuchungen konzentrierten sich auf die Wirbelknochen.

Computer-Illustration Sauropod
Nach der Größe der Knochen des «Paralititan stromeri» zu urteilen, war er wohl der zweitgrößte Pflanzen fressende Sauropod aller Zeiten. Foto: Science
dpa

Die Wendigkeit des Nackens werde aber durch Muskel- und Knorpelgewebe erheblich eingeschränkt, berichteten britische Forscher nach der Untersuchung von Straußen-Hälsen. Sie veröffentlichten ihre Studie im Fachmagazin «PLoS ONE».

Das bedeutet nach Angaben der Wissenschaftler auch, dass die riesigen Dinosaurier möglicherweise weniger Futterquellen erschließen konnten als gemeinhin angenommen. Sie mussten womöglich viel aktiver Nahrung suchen, um die bis zu 400 Kilogramm Pflanzenkost zusammenzurupfen, die viele von ihnen pro Tag fraßen.

Die Forscher um Matthew Cobley von der Universität Bristol hatten Strauße untersucht, deren Hälse ähnlich wie bei den Sauropoden aufgebaut sind. Sie hatten bei den Vögeln nach und nach einzelne Gewebe entfernt und geprüft, wie das die Beweglichkeit des Halses veränderte.

Die Sauropoden waren eine sehr artenreiche und weit verbreitete Gruppe pflanzenfressender Dinosaurier. Zu ihnen gehörten die größten Landlebewesen, die je auf der Erde gelebt haben. Wie die riesigen Tiere ihren langen Hals hielten und bewegten, sei immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen, so die Experten.

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