02. Mai 2012

Lautsprecherboxen aus Papier

Chemnitz/Düsseldorf (dpa) - Forscher der TU Chemnitz haben auf Papier gedruckte Lautsprecher entwickelt. Diese könnten wie jede herkömmliche Box an einen Audioverstärker angeschlossen werden und auch «überraschend laut» werden, teilte das Forscherteam vom Institut für Print- und Medientechnik mit.

Lautsprecherboxen aus Papier
Die Lautstärke eines Papierlautsprechers messen Georg Schmidt und Maxi Bellmann im Labor des Instituts für Print- und Medientechnik der Technischen Universität Chemnitz. Foto: Hendrik Schmidt
dpa

«Das Frequenzverhalten und damit die Klangqualität sind gut», hieß es weiter. «Lediglich die Bässe des Papierlautsprechers sind etwas schwach», räumten die Tüftler um TU-Professor Arved Hübler ein. Die Erfindung soll vom Donnerstag an auf der drupa, der Düsseldorfer Weltleitmesse für die Druckindustrie, vorgestellt werden.

Die dünnen Lautsprecher werden den Angaben zufolge in einem speziellen Druckverfahren auf normales Papier gebracht. Hergestellt sind sie aus mehreren Schichten eines leitfähigen organischen Polymers und einer sogenannten piezoaktiven Schicht. Weil die Lautsprecher mit farbigen Botschaften bedruckbar seien, könnten die Boxen zum Beispiel für die Werbeindustrie interessant werden, erklärte Hübler. Vorstellbar seien «Soundtapeten». Er gehe davon aus, dass sich für die Druckbranche künftig neue Perspektiven entwickeln. «Elektronik wird zunehmend gedruckt werden, und Printmedien werden elektronisch sein.»

drupa 2012 «Auf einen Blick»

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