08. April 2014

Mers-Virus in saudischen Krankenhäusern entdeckt

Dschidda (dpa) - In der saudischen Stadt Dschidda ist das gefährliche Mers-Virus nach Medienberichten bei elf Mitarbeitern verschiedener Krankenhäuser entdeckt worden.

Mers
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das neue Coronavirus als sehr gefährlich eingestuft. Foto: Health Protection Agency/Archiv
dpa

Die «Saudi Gazette» meldete, die Notaufnahme des König-Fahd-Krankenhauses sei geschlossen worden, nachdem das Mers-Virus (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) allein dort bei 4 der insgesamt 16 Beschäftigten nachgewiesen worden sei.

Durch das Virus, das sich bisher vor allem auf der Arabischen Halbinsel verbreitet, sind in Saudi-Arabien seit 2012 bereits 66 Menschen gestorben. Am vergangenen Samstag war ein junger Krankenpfleger gestorben, der im König Abdulasis-Krankenhaus in Dschidda gearbeitet hatte. Die saudische Nachrichtenwebsite «Sabq» schreibt, das Schweigen der Behörden zu den jüngsten Mers-Fällen in Dschidda habe in der Küstenstadt große Sorgen über das Ausmaß der Gefahr aufkommen lassen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das neue Coronavirus, das unter anderem grippeähnliche Symptome und Lungenentzündung verursachen kann, als sehr gefährlich eingestuft. Es ähnelt dem Sars-Erreger, durch den vor zehn Jahren rund 800 Menschen gestorben waren.

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