03. März 2013

Privater Raumtransporter «Dragon» erreicht ISS

Washington (dpa) - Der private Raumfrachter «Dragon» hat trotz zwischenzeitlicher technischer Probleme erfolgreich an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Der unbemannte Transporter sei am Sonntagmittag angekommen und von zwei Astronauten an Bord der ISS per Roboter-Arm eingefangen worden.

Computerillustration: ISS und «Dragon»-Kapsel
Eine Computerillustration der NASA zeigt eine «Dragon»-Kapsel. Foto: NASA
dpa

Das teilten das Betreiberunternehmen SpaceX und die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die ISS sei da gerade in rund 380 Kilometer Höhe über der Ukraine geflogen. Der «Dragon» ist beladen mit mehr als 500 Kilogramm Vorräten und Materialien für wissenschaftliche Experimente. Er soll 22 Tage an der ISS bleiben, bevor er am 25. März zur Erde zurückkehren und im Pazifik vor Mexiko landen soll.

Eigentlich hatte der unbemannte Frachter bereits am Samstag an der Raumstation andocken sollen. Nach einem erfolgreichen Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida hatte er am Freitag jedoch zunächst technische Probleme gemeldet. Experten von SpaceX und der US-Raumfahrtbehörde Nasa konnten den Frachter wieder stabilisieren. Nach mehreren Sicherheitstest gab die Nasa den Transporter dann zum Andocken frei.

Die genaue Ursache der Schwierigkeiten blieb auch am Sonntag zunächst weiter unklar. Es habe Probleme mit den Korrekturdüsen und einem Treibstoff-Ventil gegeben, hatte SpaceX-Firmengründer Elon Musk am Freitag bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. Dies habe möglicherweise am Sauerstoff-Druckausgleich gelegen. Es handele sich nicht um ein grundlegendes Problem, sondern nur um eine «kleine Panne». Der private Raumfrachter ist derzeit die einzige Möglichkeit, die ISS mit Vorräten zu versorgen, nachdem die Nasa ihre Space Shuttles eingemottet hat. Das Unternehmen SpaceX stellt den Frachter gegen Geld zur Verfügung. Insgesamt sind mindestens zwölf Flüge geplant, der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von rund 1,6 Milliarden Dollar (etwa 1,2 Milliarden Euro). Im vergangenen Jahr hatte der erste private Raumtransporter der Geschichte zunächst einen erfolgreichen Testflug und dann auch seinen ersten Versorgungsflug zur ISS absolviert.

SpaceX bei Twitter

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