14. April 2014

Zeckenbiss: Vor allem im Süden droht Infektionsgefahr

Berlin (dpa) - Das Risiko für eine Ansteckung mit der von Zecken übertragenen Vireninfektion FSME ist weiterhin im Süden Deutschlands am größten.

Gefahr durch Zecken
Vor allem der Süden Deutschlands ist Gefahrengebiet für eine Infektionskrankheit, die von Zecken übertragen werden kann: die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis Foto: Frank Rumpenhorst
dpa

Als erste Region in Sachsen zähle auch der Vogtlandkreis zu den Gefahrengebieten für die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis, berichtete das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin, das jährlich eine Karte der Risikogebiete veröffentlicht. Demnach besteht vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und im südöstlichen Thüringen die Gefahr, bei einem Zeckenbiss FSME-Viren übertragen zu bekommen.

Insgesamt seien aktuell 142 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert, teilte das RKI am Montag mit. Zur Einstufung wird vor allem die Zahl der in den einzelnen Gebieten übertragenen Infektionen berücksichtigt. FSME-Viren können beim Menschen grippeähnliche Symptome und in besonders schweren Fällen eine Hirnhautentzündung auslösen. Bleibende Schäden können Lähmungen und Konzentrationsschwächen sein. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich. Anders als bei Borreliose, einer weiteren durch Zecken übertragenen Infektion, gibt es bei FSME kein Gegenmittel.

Nicht jede Zecke trägt das Virus in sich - warum sich die Infektionen in einigen Regionen so deutlich häufen, ist noch weitgehend unklar. 2013 zählte das RKI insgesamt 420 FSME-Erkrankungen in Deutschland, 2012 wurden 195 Fälle registriert, 2011 waren es 424. Die Gründe für die Schwankungen sind vielfältig. So gibt es einen Zusammenhang mit der Zahl der Mäuse, die das wichtigste Wirtstier für die Zeckenlarven sind, auch das Wetter spielt eine Rolle - für die Zecken ebenso wie für die Zahl der Ausflügler in den Wäldern.

Experten empfehlen Menschen, die in Risikogebieten leben, arbeiten oder sich im Urlaub dort aufhalten und Kontakt zu Zecken haben könnten, eine Schutzimpfung gegen FSME. Risiko und Nutzen können Betroffene am besten gemeinsam mit einem Arzt abwägen. Die FSME-Impfung besteht aus drei Teilen: Die zweite Dosis spritzt der Arzt zwischen ein bis drei Monate nach der ersten Impfung, die dritte je nach Impfstoff entweder fünf bis zwölf oder neun bis zwölf Monate später. Eine Auffrischung wird alle drei bis fünf Jahre empfohlen.

RKI zu FSME

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