10. April 2013

Schuhe: „made by me“

Wir alle sind Kinder der Konfektionierung. Es gibt eine Reihe von internationalen Normen für Kleider- und Schuhkonfektionsgröße in die wir uns reinzuzwängen versuchen dürfen. Na gut, meistens sind sie passend, abgesehen von den unglücklichen Fällen, wo die Hosennähte am Schenkel fast platzen, aber es im Taillenbereich noch Platz für eine Salatschüssel gäbe. Oder die böse Überraschung bei Schaufenster-Lieblingsschuhen: bei der „eigenen“ Größe kann man vor Schmerzen kaum gerade stehen, verlangt man größere, würden noch handgestrickte Wollsocken reinpassen.

In unserer Welt von vorgegebenen Mustern, Farben und Schnitten gibt es eine sehr starke Sehnsucht nach Individualisierung. Beim Fertigen können wir darauf nur hoffen, dass das in jeglicher Hinsicht Passende dabei ist, bei der Mitgestaltung hat man selber den Faden in der Hand. Wie es bei der Bekleidung Online-Maßschneidereien gibt, gibt es auch Plattformen für individuell gestaltbare Schuhe. Wenn man darüber nachdenkt, jede hat das irgendwann schon getan: in der Jugend auf die Turnschuhe mit Filzstift Peace-Zeichen, Regenbogen und Herzen zu malen, war auch nichts anderes als Streben nach Individualität. Jetzt kann man die Sache professionell angehen und nach einem Brainstorming einen Versuch wagen.

 

Die Angebotsvielfalt ist mittlerweile so breit, dass von Textil-Sneakers über Sportschuhe bis Luxus-Ledertreter alles Erdenkliche dabei ist, der Kostenfaktor fängt bei ca. 50 € an und hört nicht mal bei 500 € auf. Es gilt hier auch wie überall im Leben: je größer die Investition, desto mehr kann man mitbestimmen, zumal zu jedem Fuß eine andere Breite, Länge, Spannhöhe, Zehenhöhe, Ferse gehört. Beim durchschnittlichen Preisniveau muss man zwar auf die alles umfassenden Bemessungsangaben verzichten, aber den Spaß der Kreativität hat man trotzdem. Das Ergebnis am Ende ist ein Schuhwerk, das außer uns keine andere besitzt.

 

www.scurdy.com

www.selve.net

www.scarosso.com

www.adidas.de/miadidas

 

Mehr Mode finden Sie auf unserer Seite „Katis Trends“.

KALÜ
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