Zeitung in der Schule
Stromversorgung
PLEIDELSHEIM | 12. Juni 2012

Die Netzleitstelle ist immer besetzt

Wenn der Strom ausfällt, sind meist Kabelschäden durch Bauarbeiten und nicht Naturkatastrophen die Ursache

Gewitter, Weltuntergangsstimmung und dann patsch: Licht aus, Strom weg! Was nun?

So oder so ähnlich ist es wohl jedem schon einmal ergangen. Der Strom war weg und nicht immer lässt sich das Problem mit dem Wiedereinschalten der Sicherungen lösen. Dann sind die Energieversorger gefragt. Sie haben ihre Netzleitstellen 365 Tage im Jahr mit mindestens zwei Personen besetzt, um in kürzester Zeit reagieren und die Stromversorgung wieder herstellen zu können.

„Meistens sind es Bagger, die bei Bauarbeiten ein Stromkabel im Boden beschädigen“, berichtet Edgar Mössner aus der Netzleitstelle der Süwag in Pleidelsheim. Er und sein Kollege haben den Überblick und die Weisungsbefugnis über das insgesamt rund 42 000 Kilometer lange und rund 5152 Quadratkilommeter große Leitungsnetz der Süwag.

Seltener als gedacht sind Naturkatastrophen wie Unwetter oder Stürme die Ursache für einen Stromausfall. Außer natürlich bei so großen Stürmen wie Lothar im Jahr 1999.

Ist die Stromversorgung irgendwo im Netz unterbrochen, erscheinen in der Netzleitstelle eine Fehlermeldung und ein Alarm. Sofort wird die Störung lokalisiert und man versucht, den Fehler zu finden.

Ist die Stromversorgung für einige Zeit nicht gewährleistet, rückt die Süwag mit ihren Notstromaggregaten aus. Diese erzeugen Strom mit Hilfe von Kraftstoff und können je nach Stromverbrauch etwa acht bis 15 Stunden lang bis zu 50 Haushalte mit Strom versorgen.

Damit diese immer genug Kraftstoff haben, hat die Süwag sogar eine eigene kleine mobile Tankstelle. Krankenhäuser zum Beispiel haben ein eigenes Notstromaggregat, das sofort anspringt, um Schlimmeres zu vermeiden.

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