Zeitung in der Schule
Melken statt Mathe
REMSECK | 24. Mai 2012

Gratis-Wellness mitten im Kuhstall

Drittklässler verbringen spannenden Vormittag auf dem Bauernhof der Ecksteins – Hofhund Luna als treuer Begleiter

Da staunten wir nicht schlecht, als uns Maike Eckstein zu Beginn unserer Führung den riesigen Milchtank zeigte, in den täglich die Milch von den ungefähr 60 Milchkühen des Bauernhofs Eckstein in Hochdorf gepumpt wird. Er fasst 5000 Liter wertvolle Rohmilch, die jeden dritten Tag vom Milchauto abgeholt und dann weiterverarbeitet wird. Danach konnten wir schon einen ersten kurzen Blick in den Kuhstall werfen, bevor wir den Melkstand in Beschlag nahmen. Zehn Kühe werden hier gleichzeitig mit der elektrischen Melkmaschine gemolken. Für uns trieb Frau Eckstein mit einem kleinen Stock drei Kühe in den Melkstand und zeigte uns, wie sie täglich zweimal, nämlich morgens um 5 Uhr und abends um 17 Uhr, melkt.

Nun waren wir an der Reihe. Frau Eckstein erklärte uns ganz genau, wie man mit der Hand melkt. Die Mutigen unter uns probierten es aus und hatten dabei doch auch tatsächlich Erfolg.

„Letzte Woche hat eine Kuh Zwillinge geboren, ein Kuh- und ein Bullenkälbchen“, erzählte Frau Eckstein. Diese süßen kleinen Kälber durften wir streicheln. Manche von uns ließen die Kälbchen sogar am Daumen nuckeln.

In den beiden Ställen fühlen sich nicht nur die Rinder wohl. „Die ersten Schwalben sind bereits wieder bei uns eingezogen“, berichtete Frau Eckstein und machte uns auf die Vögel aufmerksam, die über unseren Köpfen auf den Holzbalken sitzen und kreuz und quer durch den Raum fliegen. „Auch Fledermäuse sind gerngesehene Gäste bei uns“, fuhr Maike Eckstein fort, denn auch sie vertilgen die vielen Fliegen, die es im Stall nun mal gibt.

„Was ist denn das für eine große runde Bürste an der Stallwand?“, wunderten sich die Kinder. Als sich eine Kuh darunterstellte, die Bürste mit ihrem Rücken nach oben drückte und diese dann rotierte, wussten wir Bescheid: Hier gibt es kostenlose Massage für die Kühe im Stall!

Bei unserer nächsten Aufgabe halfen alle zusammen. Kräftig und ausdauernd schüttelten wir Schraubgläser mit ein wenig Sahne und waren überrascht, dass wir auf diese einfache Art köstliche Butter herstellen konnten.

Auf dem knusprigen Brot schmeckte die frische Butter richtig gut. Dann bereiteten wir einen leckeren Obstquark mit vielen Früchten zu.

Luna, der freundliche Hofhund, war immer zur Stelle und begleitete uns den ganzen Vormittag. Geduldig ließ er sich von jedem streicheln. Vielleicht hätten ihm Butterbrot und Früchtequark auch geschmeckt – getestet haben wir es nicht.

Niclas, Jule, Deniz, Nick, Finn

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