Zeitung in der Schule
So Macht Lernen Spass
Remseck | 30. April 2012

Mordendes Efeu und Kräutersuppe

Beinahe ist es im Hochdorfer Wald zu einem Mord gekommen: Denn dort hat eine Efeupflanze versucht, eine Eiche zu erdrücken. Sie umschlang sie ganz fest. Zum Glück für die Eiche hat der Besitzer den „Täter“ sozusagen inflagranti ertappt und ihm noch rechtzeitig die Wurzeln zerschnitten. Somit war der Baum gerettet.

Die Viertklässler der Grundschule Hochdorf trafen sich am Rande des Lemberg- Waldes bei Hochdorf mit der Naturpädagogin Beate Siegel. Die erste spannende Aufgabe bestand darin, dass Frau Siegel den Kindern unbekannte Äste austeilte und es dabei immer von einer Sorte zwei gleiche gab, diese Paare sollten sich finden. .Als das geschafft war, sollte jedes Paar noch einen passenden dritten Ast finden. Die Paare schwärmten aus und waren bald erfolgreich: Rotbuche, Bergahorn, Esche, Gelbweide, Haselstrauch und Pfaffenhütle wurden bald entdeckt und zugeordnet. So wurde dieser Wald als ein Laubwald entlarvt.

Im Wald gab es auch zweibeinige Tiere zu beobachten: einen Igel, einen Specht, Schmetterlinge, Hasen, einen Maulwurf, eine Eule und Eichhörnchen. Doch irgendetwas stimmte da nicht. Es waren einige Schüler, die die Tiere pantomimisch darstellten und die anderen durften raten. Als Nächstes erfolgte die Erstürmung des Waldspielplatzes am Lemberg. Es gibt dort viele Spielgeräte und bald sah es aus, als wäre eine Horde Affen eingefallen.

Frau Siegel hatte den aufregenden Plan an der dortigen Feuerstelle ein Feuer zu entfachen. Dazu war es natürlich notwendig genügend Kleinholz zu sammeln, denn große Holzscheite hatte Frau Siegel dabei. Wozu dieses Feuer, fragten sich die Kinder, obwohl es natürlich ein Heidenspaß war, dieses anzuzünden. Die Antwort Frau Siegels war, dass es eine Kräutersuppe geben sollte. Igitt – Kräutersuppe? Wer, um Himmels Willen, sollte das denn essen? Da waren die Kinder doch sehr skeptisch. Dennoch zogen alle los, um die dafür nötigen Zutaten zu sammeln: Giersch, Brennnesseln, Löwenzahn, Knoblauchrauke, Sauerampfer und Breitwegerich wurden mit Hilfe von Frau Siegel in der Umgebung gefunden. Das nötige Wasser hatte sie in Kanistern dabei. Es wurde in einem riesigen Topf über der Feuerstelle aufgesetzt. Die Kräuter wurden klein geschnitten und in das kochende Wasser gegeben. Das Rezept für diese Suppe verriet Frau Siegel leider nicht.

Als die Suppe aber fertig war, wurde sie unter allen Kindern verteilt und jeder fand sie köstlich. Den meisten schmeckte sie so gut, dass sie ein zweites Mal schöpften. Dieses war der angenehme Teil des Essens, der unangenehmere folgte sofort: Es musste aufgeräumt werden! Aber auch das wurde bewältigt.

Dann sollten die Schüler sich leise auf Suche in den Wald begeben. Ein schier unmögliches Unterfangen! Die Kinder machten sich auf die Pirsch. Sobald sie etwas gefunden hatten, sollten sie es bei Frau Siegel melden, und zwar ohne vorher zu schreien. Tatsächlich! Da waren doch Tiere im Dickicht versteckt – oder doch nicht?

Ein Bussard saß auf einem Baumast, ein Wildschwein versteckte sich hinter einem Holzscheit, ein Fuchs und ein Dachs hatten sich in verschiedenen Bauten verschanzt, ein Marder saß auf einem Holzstoß und ein Reh hatte sich im Unterholz verkrochen. Aber, was war denn das? Die Schüler trugen die Tiere auf den Armen zu Frau Siegel! Denn es waren allesamt ausgestopfte Tiere.

Hannah, Büsra, Wiebke, Maxi, Ramon, Philipp, Fabian M.

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