Zeitung in der Schule
Ludwigsburg | 22. März 2017

Ein Tag als ehrenamtlicher Helfer

Ludwigsburg. Mittendrin statt nur dabei, so haben wir den Tag in der Vesperkirche erlebt. Wir durften mithelfen und waren so hautnah am Geschehen beteiligt. Gegen 10.30 Uhr wurden alle ehrenamtlichen Helfer in einer großen Runde über den Ablauf informiert. Außerdem bekam jeder ein Namensschild und eine Schürze.

60 ehrenamtliche Helfer arbeiten in der Vesperkirche.
60 ehrenamtliche Helfer arbeiten in der Vesperkirche.

Zehra, Kwabua, Hind und Monica, wurden dem Service zugeteilt. Marcel durfte beim Transport helfen.

Bei der Arbeit hatten wir immer wieder die Möglichkeit, den Helfern unsere Fragen zu stellen. „Ich bin früher selbst in die Vesperkirche gegangen, weil mich das Angebot interessiert hat. Schließlich habe ich nachgefragt, wie man dort mithelfen kann.“ Oder „Durch die Zeitung und durch einen Bekannten“, antworteten die Ehrenamtlichen auf die Frage, warum sie mithelfen.

Die Aufgaben im Service waren: das Essen an den Tisch bringen und die Besucher mit Wasser und Saftschorle zu versorgen. Außerdem mussten wir benutztes Geschirr abräumen, neues auf den Tisch stellen. Und vor allem: nett sein.

Stressig, aber mit Spaß dabei

Viele Ehrenamtliche sind schon seit vielen Jahren dabei, es gibt aber auch jedes Jahr Menschen, die zum ersten Mal helfen. „Ich möchte Menschen helfen die vom Staat Hilfe bekommen“ und „Weil es Spaß macht“, sagen die Ehrenamtlichen, als wir sie fragen, warum sie mithelfen.

Die Arbeit im Service war anstrengend, hat aber Spaß gemacht. Manchmal war es ein bisschen stressig, denn der ein oder andere Gast hatte wohl so großen Hunger, dass er es kaum erwarten konnte, endlich bedient zu werden. Es war aber auch schön, Gutes zu tun. Dies ist auch die Meinung einiger Ehrenamtlicher. „Ich finde es gut, Menschen in Not zu helfen, die gerade nicht viel verdienen“, sagte ein Helfer. Ein anderer erzählte: „Für mich ist es normal, armen Menschen zu helfen.“ Eine weitere Frage beschäftigte uns. „Was passiert mit dem Essen, das übrig bleibt?“, wollten wir wissen. Ein Helfer erklärte, dass es Menschen mit einem Tafelausweis bekommen.

Im Bereich Transport war die Hauptaufgabe, Essenswägen, Getränkekisten, sowie Geschirr und Besteck vom Keller nach oben in die Kirche zu transportieren. Dafür gibt es in der Friedenskirche glücklicherweise einen Aufzug. Auch diese Aufgabe hat Spaß gemacht, obwohl es ganz schön anstrengend war.

Am Ende wurden in einer gemeinsamen Abschlussrunde die vergangenen Stunden kurz reflektiert und es wurde sich bei allen Helfern bedankt.

Monica Cavuoto, Kwabua Poku-Bota, Hind Mahboub, Zehra Solmaz, Marcel Götz

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