Zeitung in der Schule
Ludwigsburg | 05. August 2015

Von Sprühgeräten und blauen Quietscheenten

Firmenbesuche bei Mesto und Schweitzer Chemie – Schüler werden mit Powerpoint-Präsentation und einer Filmvorführung überrascht

Wie arbeiten die Firmen Mesto und Schweitzer Chemie in Freiberg? Einen ersten Eindruck davon haben die Zisch-Reporter bei Firmenbesichtigungen erhalten.

Gespannt stehen wir vor dem Firmengebäude von Mesto, das sehr beeindruckend wirkt. Bernd Stockburger, der Firmenleiter, empfängt uns und führt uns in ein Besprechungszimmer. Der Raum ist mit 30 Personen gefüllt und wir bekommen eine Powerpoint-Präsentation zu sehen.

Mesto ist ein Familienunternehmen in dritter Generation, das von zwei Brüdern 1919 gegründet wurde. Mesto ist Hersteller von tragbaren Sprühgeräten, die man im Garten, aber auch zum Beispiel zum Holzschutz verwenden kann. Wir essen Gummibärchen und trinken Apfelschorle, während wir uns im Raum umsehen und die zahlreichen Mesto-Sprühgeräte bewundern. Wir erfahren viel über die Geschäftsleitung und die Funktion des Unternehmens. Schließlich beantwortet Bernd Stockburger noch all unsere Fragen, bevor wir uns der Firmenbesichtigung widmen.

Wir betreten den Maschinenraum und uns fällt sofort der Geräuschpegel auf. Mehrere Maschinen werden von herumwuselnden Arbeitern bedient und überwacht. Warnschilder halten uns auf Abstand. Manchmal bebt der Boden unter unseren Füßen. In diesem Teil der Firma ist in der Regel 24 Stunden lang Betrieb. Die rund um die Uhr laufenden Maschinen brauchen entsprechend viel Personal. Laut Mesto sind die rund 100 Angestellten und Arbeiter „die Basis des Erfolgs“.

Um einen Produktionsschritt genauer zu betrachten, treten wir näher heran und es riecht sofort nach warmem Plastik. Wir beobachten, wie aus einer Maschine gelbe, zylinderförmige Kunststoffbehälter zum Vorschein kommen. Etwas weiter weg stehen mehrere Säcke mit kleinen gelben Kügelchen. Bernd Stockburger erklärt, dass diese Kügelchen für die gelbe Färbung des Plastiks verantwortlich sind und dass es sie noch in anderen Farben gibt. Mesto fertigt Behälter an für Hochdrucksprühgeräte, die weltweit nachgefragt werden. Neben Hochdrucksprühgeräten produzieren sie noch eine Vielzahl von Handsprühern, Drucksprühern, Rückenspritzen, Sauggeräten und Druckwasserbehältern. Die Aufgabe der Arbeiter liegt unter anderem darin, die Kunststoffbehälter und die Metallteile für die Sprühgeräte zu fertigen. Die verschiedenen Arbeiten werden im großen Fertigungsraum verrichtet.

Ortswechsel: Als wir bei der Firma Schweitzer Chemie ankommen, hören wir sofort Wasser plätschern. Es kommt von Wasserbecken, die direkt vor dem großen modernen Gebäude angelegt sind. So stellen wir uns sofort auf die Firma ein, die sich auf Wassertechnik spezialisiert hat.

Wir steigen die schwarzen Steinstufen zum Eingang hinauf und werden in der Eingangshalle von Wolfgang Eggerl, einem der Geschäftsführer von Schweitzer Chemie begrüßt. Er führt uns in einen großen Konferenzraum mit bequemen Stühlen und vielen Tischen, auf denen Kinokarten für den von der Firma selbst produzierten Film „Happy Ent“ liegen so wie Kugelschreiber und stahlblaue Quietscheenten.

Drei Auszubildende der Firma führen uns durch das ruhige, großräumige Gebäude. Entspannt hören wir den Azubis zu, die von ihrer Arbeit und dem familiären Firmenklima erzählen. Die Firma Schweitzer Chemie beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Thema der Wasseraufbereitung und -behandlung.

Sie sorgt dafür, dass wasserführende Systeme immer einwandfrei funktionieren. Darüber hinaus überprüft sie den Zustand des Trinkwassers in ihrem Zuständigkeitsbereich und stellt so sicher, dass es keine krankheitserregenden Keime enthält.

Alle diese Tätigkeitsbereiche sind uns zuvor schon in einem von Firmenmitarbeitern selbst gestalteten und produzierten Film näher gebracht worden. Mit Hilfe verschiedener Schwimmenten hat eine Jungenstimme in „Happy Ent“ – so der Titel des Films – die Aufgabenbereiche der Firma Schweitzer Chemie erklärt. Diese ausgesprochen witzige Informationsvermittlung hat einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen.

Ricarda Hübner, Annika Erath, Daniel Oldenburg, Benni Zierhut, Julia Lackinger und Jule Eisebraun

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