Champions League
Ludwigsburg | 09. Oktober 2018

Das nächste europäische Kapitel

Die Champions League geht in ihre dritte Saison und zum dritten Mal sind die MHP-Riesen Ludwigsburg dabei. Obwohl sich die Basketballer einen guten Ruf erarbeitet haben, dämpfen die Verantwortlichen die Erwartung.

Die Vorfreude bei John Patrick ist groß. „Wir haben schon Schmetterlinge im Bauch, dass wir endlich wieder Champions League spielen“, sagte der Trainer der MHP-Riesen Ludwigsburg gestern bei einer Pressekonferenz im Firmensitz Sponsors Mann + Hummel in Ludwigsburg, dessen Logo das Riesentrikot bei den internatonalen Spielen zieren wird. Heute startet der zweitwichtigste europäische Basketball-Wettbewerb in seine dritte Spielzeit. Ludwigsburg ist auch bei der dritten Auflage mit dabei und startet morgen um 18 Uhr im türkischen Bandirma. „Wir haben uns für diesen europäischen Wettbewerb qualifiziert und und spielen gegen renommierte Mannschaften“, sagte der Vorsitzende Alexander Reil. „Das zeigt unsere Entwicklung. Vor zehn Jahren waren wir da noch nicht.“

Patrick spürt keinen Druck

Nach dem unglücklichen Viertelfinal-Aus in der Premierensaison schafften es die Riesen in der vergangenen Spielzeit in das Finalturnier nach Athen und wurden Vierter, während die Gastgeber AEK den silbernen Pokal gewannen. „Es gibt keinen Druck“, sagt Patrick im Rückblick auf das erfolgreiche Vorjahr und verweist auf die Konkurrenz: „Unsere Gruppe ist als Todesgruppe benannt, weil so viele gute Mannschaften darin sind.“

Neben den Riesen stehen im Feld der Gruppe A Nizhny Novgorod (Russland), Ucam Murcia (Spanien), Ventspils (Lettland), Anwil Włocławek (polnischer Meister), Le Mans (französischer Meister), Sidigas Avellino (mit dem zweifachen NBA-Champion Norris Cole) und Banvit Bandirma. Vereine mit europaweiter Strahlkraft wie Besiktas Istanbul oder Paok Saloniki spielen in anderen Gruppen. Deshalb dürfte es auch in diesem Jahr wieder schwierig werden, die MHP-Arena an den Champions-League-Abenden unter der Woche zu füllen. Das weiß auch Reil. „Wir hatten letztes Jahr eine hohe Anzahl an Heimspielen. Das ist in diesem Jahr nicht anders und macht es nicht einfacher.“ Er hoffe auf mehr Medienpräsenz und setzt auf Gruppenaktionen. Weitere deutsche Vertreter sind die Telekom Baskets Bonn (Gruppe B), Brose Bamberg (Gruppe C) und medi Bayreuth (Gruppe D). Insgesamt nehmen 32 Mannschaften an dem Wettbewerb teil.

In jeder Gruppe spielen acht Teams, die vier besten Mannschaften jeder Gruppe ziehen in das Achtelfinale ein. Unverändert ist die Prämienauszahlung. Der Sieger bekommt wie im Vorjahr eine Million Euro und pro Weiterkommen eine Antrittsprämie im fünfstelligen Bereich. Die Gesamtsumme der auszuschüttenden Prämien beträgt 3,5 Millionen Euro.

Die Champions League wird vom europäischen Basketball-Verband Fiba organisiert und ist einer von insgesamt vier internationalen Wettbewerben im europäischen Basketball. Als Königsklasse gilt die Euro League, die vom europäischen Ligenverband Uleb organisiert wird. Dahinter kommen auf dem etwa selben Niveau der Eurocup (Uleb) und die Champions League. Der vierte Wettbewerb ist der Europe Cup der Fiba.

Marco Jaisle
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