Basketball
Ludwigsburg | 14. November 2017

Einmal tief durchatmen und danach neue Kraft tanken

Die Ludwigsburger Basketballer sind momentan nicht zu stoppen. Trotz Mammutprogramm eilen die MHP-Riesen von Sieg zu Sieg. Auch heute Abend (20 Uhr) soll die Serie halten – der Champions-League-Gegner aus Gaziantep scheint angeschlagen.

Erlebt bei den MHP-Riesen Ludwigsburg seinen nächsten Frühling: Adam Waleskowski. Foto: Baumann
Erlebt bei den MHP-Riesen Ludwigsburg seinen nächsten Frühling: Adam Waleskowski. Foto: Baumann

Es ist das erste Aufeinandertreffen der MHP-Riesen mit Gaziantep, das im Südosten der Türkei gelegen ist. Durch die Nähe zur syrischen Grenze wurden die bisherigen Heimspiele in der Türkei unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen ausgetragen. Gaziantep Basketbol geht mit einer Bilanz von zwei Siegen und drei Niederlagen in die Partie in der MHP-Arena. Nach den Auftaktsiegen über Capo d’Orlando und Paok Saloniki gab es für die Mannschaft von Trainer Stefanos Dedas drei Niederlagen am Stück. Zuletzt unterlag man bei Neptunas Klaipeda mit 73:114.

Auch in der türkischen Liga gab es am Wochenende eine 84:95-Niederlage gegen Trabzonspor. Damit belegt „Antep“ den 14. Tabellenplatz in der heimischen Liga. Gerüchten zufolge trennte sich der Club daraufhin von Trainer Dedas – eine offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus.

Von derartigen Turbulenzen sind die Ludwigsburger in diesem Jahr verschont – im Gegenteil. Der 92:81-Auswärtserfolg am Freitag beim Mitteldeutschen BC nur 48 Stunden nach dem Champions-League-Heimsieg gegen Chalon unterstrich noch einmal eindruckvoll die derzeitige Dominanz der Riesen sowohl auf nationalem als auch auf internationalem Parkett.

Die Fans in der Barockstadt sind begeistert von der momentanen Performance des Teams um Kapitän David McCray, das sich durch einen großen Mannschaftsgeist, eine nahezu perfekte Harmonie sowie die bisweilen verblüffende Qualität seiner Einzelspieler auszeichnet. „Ich bin froh, dass sich jeder einzelne in der Mannschaft gut entwickelt“, lobte Trainer John Patrick. Dabei stechen vor allem die Qualitäten von Routinier Adam Waleskowski hervor. Mit 16 Punkten und zwölf Rebounds schaffte der 34-Jährige in Weißenfels ein Double-Double und war neben Nationalspieler Johannes Thiemann (20 Punkte) und Thomas Walkup (19 Punkte, 5 Rebounds, 6 Assists) der effektivste Spieler.

Die Partie gegen Gaziantep ist die letzte vor einer zweiwöchigen Spielpause, in der die Nationalmannschaften in der WM-Qualifikation antreten. „Wir wollen noch einmal eine gute Partie zeigen und da weitermachen, wo wir aufgehört haben“, ist Trainer Patrick optimistisch, sieht die Pause aber durchaus positiv: „Nach 20 Spielen müssen wir endlich neue Kraft tanken.“

von andreas steimann
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