Basketball Champions League
Ludwigsburg | 10. Januar 2018

Gegen Neptunas frei geschwommen

Die MHP-Riesen haben die bittere Bundesliga-Niederlage gegen Alba Berlin bestens verdaut. Im zehnten Spiel der Champions League fuhren die Ludwigsburger Basketballer gestern Abend beim litauischen Vertreter Neptunas Klaipeda mit einem souveränen 87:71-Auswärtserfolg den achten Sieg ein – und schwammen sich damit frei für die Play-offs.

Thomas Walkup (r.) wird von Renaldas Seibutis (Neptunas) bedrängt. Foto: Champions League
Thomas Walkup (r.) wird von Renaldas Seibutis (Neptunas) bedrängt. Foto: Champions League

Klaipeda/Ludwigsburg. Mit dem Erfolg übernahm das Team von Trainer John Patrick vorübergehend die Tabellenführung in der Gruppe B. Heute Abend beenden der bisherige Tabellenführer Iberostar Teneriffa (gegen Gaziantep) und Elan Chalon mit dem Spiel gegen BK Ventspils den zehnten Spieltag der Gruppenphase. Ventspils ist am kommenden Dienstag nächster Gegner der MHP-Riesen in der Ludwigsburger Arena.

Johannes Thiemann, nach seiner Magen-Darmgrippe zwar noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte, so doch eine wichtige Konstante im Riesen-Spiel, eröffnete mit zwei Freiwürfen den überlegenen Auftritt der Gäste gegen das bis dahin in der Liga und in der Champions League daheim noch ungeschlagene Team aus Litauen. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (23:22) dominierten die Ludwigsburger das Geschehen in Klaipeda.

Neptunas‘ bis dahin auffälligste Akteure, Simas Galdikas und Edgaras Zelionis, hatten früh mit Foulproblemen zu kämpfen und fanden in der Folge nicht mehr richtig in die Spur. Ludwigsburg hielt die Gastgeber im zweiten Durchgang bei lediglich zehn Punkten und erarbeitete sich zur Halbzeit eine solide 42:33-Führung.

Mit einem Dreier von Adam Waleskowski und einem anschließenden Drei-punktspiel von Adika Peter-McNeilly eröffneten die Riesen das dritte Viertel und bauten ihre Führung mit einer konzentrierten Leistung zwischenzeitlich bis auf 20 Punkte (60:40) aus. Neptunas versuchte vor allem über Topscorer Renaldas Seibutis zurück ins Spiel zu finden, gegen die aggressive Verteidigung der Gäste misslangen aber etliche Angriffe. Auf der anderen Seite kam Ludwigsburg zu geschenkten Punkten. Adika Peter-McNeilly nutzte die Nachlässigkeiten der Gastgeber, die erst Ende des dritten Viertels ihre Distanzwürfe deutlich besser verwerteten.

Im Schlussviertel ließen die abgeklärt spielenden Barockstädter nur noch wenig zu und fuhren den hochverdienten 87:71-Erfolg ein. Neben Peter-McNeilly punkteten drei weitere Spieler bei Ludwigsburg zweistellig. Bester Werfer wurde Dwayne Evans mit 15 Zählern. „Wir haben als Team für 40 Minuten mit vollem Einsatz gespielt und den Gegner mürbe gemacht“, resümierte der Forward. „Die Rebounds in der Offensive waren besonders wichtig. Unsere Guards haben einen guten Job gemacht, das Tempo zu kontrollieren“, lobte Trainer Patrick.

von andreas steimann
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