Ludwigsburg | 18. November 2017

Korbleger

Vor zwei Monaten begann die Saison 2017/18 für die Ludwigsburger Riesen. Seitdem absolvierten sie 20 Spiele. Das Team stand also durchschnittlich alle drei Tage auf dem Feld – unter anderem auf dem Balkan (Sarajevo) und im Baltikum (Ventspils), vor der Westküste Afrikas (Teneriffa) und im hohen Norden Deutschlands (Bremerhaven).

Setzt Signale: Kerron Johnson gilt als aggressiver Anführer im Team der MHP-Riesen.Foto: Baumann
Setzt Signale: Kerron Johnson gilt als aggressiver Anführer im Team der MHP-Riesen.Foto: Baumann

18 der 20 Spiele konnten die Riesen gewinnen – eine Bilanz, mit der wohl trotz der starken Leistungen in der Vorbereitung kaum jemand gerechnet hatte. Niederlagen gab es nur auf Teneriffa beim amtierenden Champions-League-Sieger und gegen Gießen, bei der bisher einzigen schwachen Vorstellung in dieser Spielzeit. Ansonsten lief es rund bei den Riesen: Platz 1 in der Champions-League-Gruppe, Platz 2 in der Basketball-Bundesliga (BBL) – so kann es weitergehen.

Nun ist allerdings erst einmal Pause. Spieler und Trainer können sich von den extremen Belastungen der ersten Saisonwochen erholen. In den nächsten Wochen stehen dann Länderspiele an, das nächste Spiel der Riesen findet Anfang Dezember statt.

Erstaunlich ist, wie schnell die meisten Spieler ihre Rolle in der komplett neu formierten Mannschaft gefunden haben. Adam Waleskowski geht mit Leistung voran und führt das junge Team. Thomas Walkup bestätigt den Eindruck, den er in den ersten Partien hinterlassen hatte und der dazu führte, dass er an dieser Stelle bereits Anfang Oktober als legitimer Nachfolger von Chris Kramer als „Alleskönner der BBL“ bezeichnet wurde – Walkup kratzt aktuell an der magischen Grenze von zehn Punkten und jeweils fünf Rebounds und Assists. Kerron Johnson setzt als aggressiver Anführer Signale.

Johannes Thiemann hat vor allem in der Defense einen großen Schritt nach vorne gemacht. Und genauso könnten alle anderen Riesen genannt werden – jeder leistet seinen Beitrag zum aktuellen Erfolg.

Und Steigerungspotenzial ist auch noch da: Elgin Cook entwickelt sich in den letzten Wochen sehr zum Positiven. Rocky Trice kann die Länderspielpause hoffentlich nutzen, um wieder ganz fit zu werden, damit er das Team dann ab Dezember mit seiner Abgebrühtheit, seinem Distanzwurf und seiner Verteidigungsarbeit noch ein bisschen besser macht.

Simon Linder
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