Ludwigsburg | 19. Mai 2018

Korbleger

Ludwigsburg begann seine erste Play-off-Serie zwei Tage nach Berlin – und war trotzdem zwei Tage früher fertig. Die Basketballer setzten sich gegen Bayreuth mit 3:0 durch, während Alba gegen Oldenburg in ein fünftes Spiel musste.

Alle drei Duelle in dieser Saison in Liga und Pokal hat Ludwigsburg gegen Berlin verloren. Um im Play-off-Halbfinale gegen die Hauptstädter bestehen zu können, muss Folgendes passieren:

1. Die Riesen müssen die Intensität extrem hoch halten. Ihre Stärke ist die Ganzfeldpresse. Gegen Bayreuth erinnerte die Spielweise hin und wieder an John Patricks berühmten Guard-Terror aus Göttinger Zeiten. Teilweise standen vergangenen Dienstag mit Jeremy Senglin, Adika Peter-McNeilly, David McCray, Thomas Walkup und Dwayne Evans vier Aufbauspieler und ein Forward auf dem Feld – diese fünf pressten so hart an, dass Bayreuth kaum oder gar nicht aus der eigenen Hälfte kam.

2. Der Dreier muss fallen. Gegen Berlin wird es stark auf Ludwigsburgs Angriff ankommen. Alba stellt das zweitbeste Offensivteam der Liga, sie werden ihre Punkte machen. Allein mit starker Defensive wird Ludwigsburg das Finale nicht erreichen. Sie müssen selbst gut scoren.

3. Luke Sikma muss beschäftigt werden. Der MVP ist das Herzstück der Berliner Mannschaft und einer der Anführer des Teams. Die Riesen müssen gegen ihn gallig und nervig sein. Es trifft sich gut, dass Elgin Cook und Dwayne Evans, die es vornehmlich mit Sikma zu tun bekommen werden, aktuell extrem gut in Form sind.

4. Die Halle muss laut sein. Klar ist: Nicht die Fans gewinnen Spiele, sondern die Spieler gewinnen Spiele. Trotzdem kann eine besondere Stimmung eine Mannschaft zu einem Sieg tragen. In den ersten Play-off-Spielen kamen nicht einmal 3300 Zuschauer in die Arena. Das hat verschiedene Gründe: die Fülle an Heimspielen, die es diese Saison schon gab, die mittelmäßige Stimmung, die auch darauf zurückzuführen ist, dass man hin und wieder den Eindruck gewinnen kann, die beiden Fanclubs unterstützten zwei unterschiedliche Teams. Aber jammern hilft nicht: Wem der Ludwigsburger Basketball etwas wert ist, sollte in die Arena kommen und die Mannschaft unterstützen – sie hat es verdient.

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